Agile Coach · Hamburg
Agile Frameworks sind schnell eingeführt. Was danach nicht von selbst folgt: klarere Entscheidungswege, echte Verantwortungsübernahme und Teams, die konsequent auf Kundenwert ausgerichtet sind. Diese Lücke zwischen Methode und Wirkung ist mein Arbeitsfeld.
Wo stehen Sie gerade?
Situation 01 — Mitten in der Transformation
„Wir haben Scrum eingeführt. Aber ehrlich gesagt fühlt sich alles an wie vorher – nur mit mehr Meetings."
Die Rollen sind besetzt, die Zeremonien laufen, das Board hängt. Und trotzdem: Entscheidungen kommen zu spät, niemand weiß wirklich, wer wofür verantwortlich ist, und das eigentliche Versprechen der Agilität – schneller lernen, schneller liefern – löst sich im Tagesgeschäft auf.
Das Problem liegt fast nie an der Methode. Es liegt daran, dass Führung, Verantwortung und Zusammenarbeit nicht wirklich neu gedacht wurden – nur neu beschriftet.
Situation 02 — Die Transformation ist „abgeschlossen"
„Das Programm ist durch, der Berater ist weg – und irgendwie hat sich nicht so viel verändert, wie wir dachten."
Das Budget ist ausgegeben, die Frameworks sind installiert. Und trotzdem: Die alten Probleme tragen jetzt neue Namen. Entscheidungen dauern genauso lang. Teams liefern genauso wenig. Aber niemand traut sich, das offen anzusprechen.
Genau hier setze ich an. Nicht mit einem neuen Programm, sondern mit der Frage: Was hat diese Transformation eigentlich nicht verändert? Und warum nicht?
Drei Stellen, an denen es meistens hängt.
Team
Klare Sprint-Ziele, echtes Inspect & Adapt, keine Zeremonien um der Zeremonien willen. Kundennutzen als einzigen Maßstab für Prioritäten — Teams, die tatsächlich für den Kunden liefern, nicht für interne Wunschlisten.
Führung
Wer entscheidet was — und wer darf es nicht. Führungskräfte, die Verantwortung wirklich abgeben können, weil klar ist, wer sie trägt. Und die Stakeholder dort einbinden, wo es Wirkung erzeugt.
Organisation
Transparenz über das, was läuft — und Mut, kontinuierlich zu verbessern was nicht läuft. Wertströme, die auf echten Kundennutzen ausgerichtet sind. Ziele, die Outcomes zeigen statt Aktivitäten zählen.
Laufendes Mandat
GEMA
06/2025 – heute · Agile Coach
„Wir haben Scrum, Kanban und OKRs – aber niemand weiß mehr, wer eigentlich was entscheidet."
Eine komplexe Organisation mit mehreren Einheiten, laufenden Digitalisierungsprojekten und einem über Jahre gewachsenen Methoden-Mix. Mittendrin: Product Owner, die Backlogs pflegen, aber keine echten Produktentscheidungen treffen – weil niemand genau weiß, wer das darf.
Meine Aufgabe: Klarheit herzustellen, wo Verantwortung unscharf geworden ist. OKR-Zyklen neu aufsetzen – mit Fokus auf echte Outcomes statt Aktivitätenlisten. Ein Target Operating Model erarbeiten, das tatsächlich genutzt wird. Product Owner so begleiten, dass sie beginnen, wie Product Owner zu denken.
Klarere Prioritäten, schnellere Entscheidungen auf Programm- und Teamebene, messbar weniger Abstimmungsaufwand über Bereichsgrenzen.
Abgeschlossenes Mandat
K-Mail Order
08/2018 – 12/2023 · Product Owner
„Wir haben ein starkes Entwicklungsteam – aber wir bauen Dinge, ohne zu wissen ob sie dem Kunden helfen."
Vier Jahre als Product Owner in einem vertikalen Team aus Frontend, Backend, Data Science und UX. Das Team war gut. Das Problem war strategisch: Eine Roadmap, die aus internen Wunschlisten entstand, statt aus echter Kenntnis der Kundenbedürfnisse.
Den Wandel brachte konsequente Arbeit mit dem Jobs-to-be-done-Framework, messbares Nutzerfeedback als Pflichtgrundlage jeder Priorisierung und der gezielte Einsatz von Machine Learning zur Suchoptimierung – immer mit klarem Wirkungsnachweis.
Signifikant verbesserte Suchqualität und Navigations-Conversion über vier Jahre kontinuierlicher, datengestützter Produktentwicklung.
Abgeschlossenes Mandat
IT4IPM GmbH
06/2024 – 06/2025 · Tech Lead
„Wir arbeiten agil – aber Incidents, Budgetüberschreitungen und fehlende Transparenz sind unsere ständigen Begleiter."
Mehrere parallele agile Entwicklungsprojekte unter echtem Betriebsdruck: knappes Budget, externe Teams, Systeme, die nicht ausfallen dürfen. Evidence-Based Management bedeutet: Entscheidungen sichtbar machen, bevor sie zu spät sind – mit Metriken, die tatsächlich zur Steuerung genutzt werden.
Migration in die Google Cloud inkrementell mit Walking-Skeleton-Ansatz und vollständiger Kostentransparenz. Retrospektiven, die nicht protokolliert, sondern umgesetzt wurden.
Stabile Releases, beherrschbares Wachstum und vollständige Kostentransparenz trotz knapper Ressourcen.
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Christian Popall
Ich weiß, wie sich eine Transformation von innen anfühlt – als derjenige, der liefern muss, nicht nur berät. Als Product Owner bei K-Mail Order, als Tech Lead bei IT4IPM, als Agile Coach bei der GEMA habe ich erlebt, wo agile Methoden in der Praxis an ihre Grenzen kommen – und was es braucht, damit sie es nicht tun.
Ich bin einer der wenigen Coaches weltweit mit PSPO III, der höchsten Zertifizierungsstufe für Product Owner bei Scrum.org. Diese methodische Tiefe ist mein Fundament – nicht mein Verkaufsargument. Was ich anbiete, ist kein Framework-Rollout, sondern die Arbeit an dem, was wirklich im Weg steht.
Ich arbeite mit Bedacht, nah an der Praxis, mit hoher Verbindlichkeit. Referenzen ehemaliger Auftraggeber stelle ich auf Anfrage gerne zur Verfügung.
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