Agile Coach · Hamburg
Agile Frameworks sind schnell eingeführt. Was eine Transformation tatsächlich verändert hat, zeigt sich an belastbaren Kennzahlen: Time to Market, Stabilität, Kostentransparenz, Kundenwirkung. Die Lücke zwischen Methode und Evidenz ist mein Arbeitsfeld.
Wo stehen Sie gerade?
Situation 01 — Mitten in der Transformation
„Wir haben Scrum eingeführt. Aber ehrlich gesagt wissen wir nicht, ob sich wirklich etwas verändert hat."
Die Rollen sind besetzt, die Zeremonien laufen, das Board hängt. Und trotzdem: es gibt keine belastbaren Zahlen dazu, ob Lieferung schneller, Stabilität besser oder Kunden zufriedener geworden sind. Das Versprechen der Agilität bleibt unbewiesen – weil niemand misst, was sich tatsächlich verändert hat.
Das Problem liegt selten an der Methode. Es liegt daran, dass es keinen Maßstab gibt, an dem sich die Wirkung dieser Transformation überhaupt überprüfen ließe.
Situation 02 — Die Transformation ist „abgeschlossen"
„Das Programm ist durch, der Berater ist weg – und niemand kann sagen, ob es sich gelohnt hat."
Das Budget ist ausgegeben, die Frameworks sind installiert. Aber: keine Ausgangsbasis, keine vergleichbaren Kennzahlen vorher und nachher. Die alten Probleme tragen jetzt neue Namen, und ohne belastbare Daten lässt sich nicht entscheiden, wo nachgesteuert werden müsste.
Genau hier setze ich an. Nicht mit einem neuen Programm, sondern mit der Frage: Welche wenigen Kennzahlen würden zeigen, ob diese Transformation tatsächlich gewirkt hat? Und was sagen sie heute?
Drei Hebel. An diesen Stellen entscheidet sich, ob Agilität messbar wirkt.
Team
Lieferleistung, die sich an Daten messen lässt – Cycle Time, Throughput, Predictability. Inspect & Adapt nicht als Ritual, sondern als datenbasierter Lernzyklus. Und eine ehrliche Unterscheidung zwischen Arbeit, die dem Kunden nützt – und Arbeit, die nur interne Wunschlisten abarbeitet.
Führung
Entscheidungen auf Basis belastbarer Kennzahlen, nicht auf Basis von Statusberichten. Klarheit, wer welche Entscheidung trägt – und welche Daten dafür vorliegen müssen. Stakeholder, die dort eingebunden werden, wo Entscheidungen anstehen – nicht in jedem Statusmeeting.
Organisation
Wenige, belastbare Kennzahlen entlang der vier EBM-Dimensionen – Time to Market, Stabilität, Kostentransparenz, Kundenwirkung. Arbeitsabläufe, die sich am Kundennutzen ausrichten. Ziele, gemessen an Ergebnissen, nicht an Aktivitäten.
Laufendes Mandat
GEMA
06/2025 – heute · Agile Coach
„Wir haben Scrum, Kanban und OKRs – aber niemand weiß mehr, wer eigentlich was entscheidet."
Eine komplexe Organisation mit mehreren Einheiten, laufenden Digitalisierungsprojekten und einem über Jahre gewachsenen Methoden-Mix. Mittendrin: Product Owner, die Backlogs pflegen, aber keine echten Produktentscheidungen treffen – weil niemand genau weiß, wer das darf.
Meine Aufgabe: Klarheit herzustellen, wo Verantwortung unscharf geworden ist. OKR-Zyklen neu aufsetzen – mit Fokus auf Ergebnisse statt Aktivitätenlisten. Ein Target Operating Model erarbeiten, das tatsächlich genutzt wird. Product Owner so begleiten, dass sie ihre Rolle wirklich ausfüllen – mit echter Entscheidungshoheit über das Produkt.
Klarere Prioritäten, schnellere Entscheidungen auf Programm- und Teamebene, spürbar weniger Abstimmungsaufwand über Bereichsgrenzen.
Abgeschlossenes Mandat
IT4IPM GmbH
06/2024 – 06/2025 · Tech Lead
„Wir liefern agil – aber wir steuern wie früher: mit dem Monatsbericht."
Mehrere parallele Entwicklungsprojekte unter echtem Betriebsdruck: knappes Budget, externe Teams, Systeme, die nicht ausfallen dürfen. Der eigentliche Engpass war nicht die Lieferung – sondern eine Steuerung, die zu spät Signale gab, um noch sinnvoll gegenzusteuern.
Ansatz: wenige belastbare Kennzahlen entlang der Evidence-Based-Management-Dimensionen – Time to Market, Kostentransparenz, Release-Stabilität – wöchentlich sichtbar und vor allem tatsächlich zur Steuerung genutzt. Die Google-Cloud-Migration lief inkrementell nach Walking-Skeleton-Prinzip, mit voller Kostentransparenz ab Sprint 1. Retrospektiven wurden nicht protokolliert, sondern als Maßnahmen in den nächsten Sprint überführt.
Stabile Releases, beherrschbares Wachstum und vollständige Kostentransparenz trotz knapper Ressourcen.
Abgeschlossenes Mandat
K-Mail Order
08/2018 – 12/2023 · Product Owner
„Wir haben ein starkes Entwicklungsteam – aber wir bauen Dinge, ohne zu wissen ob sie dem Kunden helfen."
Vier Jahre als Product Owner in einem vertikalen Team aus Frontend, Backend, Data Science und UX. Das Team war gut. Das Problem war strategisch: Eine Roadmap, die aus internen Wunschlisten entstand, statt aus echter Kenntnis der Kundenbedürfnisse.
Den Wandel brachte konsequente Arbeit mit dem Jobs-to-be-done-Framework, messbares Nutzerfeedback als Basis jeder Priorisierung und der gezielte Einsatz von Machine Learning zur Suchoptimierung – jede Entscheidung mit klarem Wirkungsnachweis hinterlegt.
Signifikant verbesserte Suchqualität und Navigations-Conversion über vier Jahre kontinuierlicher, datengestützter Produktentwicklung.
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Ich weiß, wie sich eine Transformation von innen anfühlt – als derjenige, der liefern muss, nicht nur beraten. Als Product Owner bei K-Mail Order, als Tech Lead bei IT4IPM, als Agile Coach bei der GEMA habe ich erlebt, wo agile Methoden in der Praxis an ihre Grenzen kommen – und wie früh sich das in den richtigen Kennzahlen zeigt, wenn man sie anlegt.
Mein Ansatz: kein Framework-Rollout, sondern belastbare Entscheidungen entlang weniger, aussagekräftiger Metriken – Time to Market, Release-Stabilität, Kostentransparenz, Kundenwirkung. Methode ist die Grundlage. Die Zahlen sind der Maßstab.
Ich arbeite evidenzbasiert, nah an der Praxis, mit messbarer Wirkung. Ergebnisse aus bisherigen Mandaten stelle ich auf Anfrage gerne zur Verfügung.
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